Öffnung II
Es war (leider) ziemlich unspektakulär - ein zehn-minütiger Blick durch die Glasscheibe auf vier Leichen, an zweien wurde gewerkelt. Krass, wie tief-blau-grau-grün ein Körper werden kann. Krass auch, wie leicht sich Kopfhaut vom Schädel löst. Beides kam bei “meiner ersten Leiche” nicht vor bzw. war schon erledigt.
Aber dass die eine Leiche Richtung unser Fenster guckte, war zusammen mit dem Geruch für einige zuviel und der Vortrag (der ohne Frage spannend war) wurde verlegt in die nach Kaffee duftende Küche.
Dabei sollte es um eine Obduktion gehen. Nicht um einen historischen Abriß der Rechtsmedizin. Schade.
21. April 2008 um 14:28
Ich bin froh, dass es vorbei ist. Obschon ich nicht selbst dabei war, hat es mich doch etwas nervös gemacht
21. April 2008 um 16:48
Empfehlen würde ich es trotzdem jedem, dem sich die Gelegenheit bietet.
Der Ausstellung “Körperwelten” habe ich mich ja verweigert, weil ich es abartig finde, damit “Kunst” zu machen - aber es ist wirklich interessant, wie es so in einem Menschen aussieht. Und zugleich sieht man in der Rechtsmedizin ja auch noch die Abgründe der anderen Menschen, also der Täter. Mit was für einer Kaltblütigkeit die manchmal ihre Opfer bearbeiten - echt krass.
24. April 2008 um 09:30
Tja = nix für schwache Mägen !
Hatte ein paar.x die Gelegenheit bei Vorträgen der Gerichtsmedizin dabei zu sein = Höchst interessant (CSI lässt grüssen) und die meisten Fälle waren ein paar Tage zuvor in der Zeitung vertreten !
Das magenschonende war die Tatsache, das die Leichen bereits obduziert waren !
Eine Obduktion ist da sicher eine Stufe heavy.ier !
gruss