einzelgänger


Parteichef Edmund Stoiber verlangt einen Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Aus der Papst-Kritik türkischer Spitzenvertreter spreche eine große geistige und kulturelle Distanz zur europäischen Werteordnung, beklagte Stoiber am Mittwoch im oberfränkischen Kloster Banz. “Die Türkei ist nicht Europa und gehört nicht nach Europa.”

…trotz des bedauerns des papstes, der so wohl zumindest eine mißverständlichkeit der rede einräumte…
und dass die europäische werteordnung nach stoibers verständnis nur und einzig und allein christlich sein soll, spricht wohl auch für seine eine ziemliche borniertheit, kurzsichtigkeit und uneinsichtigkeit bezüglich religiöser fragen. dabei entwickelt sich doch alles und jeder nur durch anstöße von außen. ohne fremde einflüsse wäre hier schon ewig stillstand eingetreten.

und dann wundern sich alle, dass andersdenkende und andersaussehende durch rechte verkloppt und für alles übel in deutschland verantwortlich gemacht werden…
ach nein, verantwortlich waren ja auch noch die heuschrecken und die hartz-4-empfänger, diese schmarotzer!

4 Antworten zu “einzelgänger”

  1. Christian in Wien sagt:

    tja, ich würd sagen stoiber ist einfach zu doof für diese welt.

  2. dwk sagt:

    Tja, ich würde sagen, ein Land, in dem staatlich organisierte Folter, Verschleppung, Vertreibung und Verfolgung zum Tagesgeschehen gehört, hat in Europa nichts zu tun.

  3. petronella sagt:

    hmmm, folter wird durchaus akzeptiert, verschleppung wird geduldet, verfolgung gehört wohl auch zum tagesgeschehen (wenn auch vielleicht auf andere art und weise als du gemeint hast) und besser wird die situation ganz bestimmt nicht - wie kriegen wir deutschland denn wieder aus der eu?

  4. dwk sagt:

    *g* Folter wird akzeptiert? Da war doch mal was… Im Ernst: Du wirst zugeben müssen, daß die Menschenrechtssituation in der Türkei eine schlechtere ist als hierzulande. Und komm mir nicht mit Ausländerfeindlichkeit: in Istanbul durchsucht die Polizei täglich routinemäßig alle schwarzen Menschen, die ihnen begegnen - weil in den Augen der Polizei alle Schwarzen Drogendealer sind.

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