gratis
ein großes, rotes ‘gratis’ schreit mich an.
der friseur gegenüber der kanzlei hängt passend zur mitarbeiter-tages-ausstattung schildchen ins fenster. heute:
wie lange sie wohl schon dabei ist? frauen müssen für übungshaarschnitte immer 10 euro bezahlen.
wahrscheinlich nicht von katrin geschnitten. sonst wäre ich bockig.
23. January 2007 um 09:52
Frauen zahlen immer mehr beim Friseur, ich kann sagen ich hab noch nie mehr als 16 Euro ausgegeben beim Friseur, wahrscheinlich kann kaum eine Frau sagen sie hat je weniger ausgegeben.
23. January 2007 um 10:03
und ob: 11€ für das komplette programm, inklusive trinkgeld! …und da hat keiner geübt. mich würde ja interessieren, ob der friseur in den nächsten tagen vorher-nachher-bilder aushängt.
23. January 2007 um 20:21
Bei mir um die Ecke gibt es einen Frisör, der schneidet für 4 EUR (Männer), aber der Schuppen sieht so etwas von komisch aus…
23. January 2007 um 20:55
ich zahle im schnitt so 11-13 euro. bin dafür aber auch immer 500km aus großstadtkreisen heraus: in der dörflichen idylle. da geht sowas noch. für frauen.
23. January 2007 um 21:21
gerade in dörfern sind die doch immer teuer?! weil keine konkurrenz und so.
zum beispiel magdeburg (jaja, magdeburg ist landeshaupt
dorfstadt, schon klar): da gibt es drei cafés, alle drei bieten die gleichen drei speisen an (toast hawaii, toast überbacken, toast mit käse…) und jeder toast kostet 5 euro.in berlin oder anderen großstädten würde man denen doch nen vogel zeigen?!
für friseure kann ich da natürlich nicht sprechen…
23. January 2007 um 23:08
vielleicht liegt’s daran, dass es in einem durchschnittlichen dorf nur 3 frisöre mit je 5 angestellten gibt. also 15 potentielle barbiere. und bei 6000 einwohnern macht das 400 potentielle haarträger pro figaro. Dann fallen noch ca.1/3 wegen alterseitelkeit/glatze/selbstrasur heraus. macht 4000 kunden. macht 266 kunden pro scherenschneider. im schnitt würde ein frisurenkreateur circa 15 kunden am tag schaffen (wenn man je 30 min. für die behandlung berechnet), wenn er vollzeit zu tun hätte. von den potentiellen kandidaten geht jeder aber im schnitt nur alle 6 wochen hin. ergebnis: der scherenmeister hat viel zeit und wenig haarkontakt. und das führt dazu: nach marktwirtschaftlichen gesichtspunkten ist der preisdruck recht hoch. [außerdem sind die leute auf'm land statistisch gesehen etwas geizig und im allgemeinen auch auf die beibehaltung des guten geldes bedacht. da würde ein teurer frisurenheini ganz schnell pleite machen...]